Das Einkaufsverhalten der Deutschen heute – Wer kauft was wo?

Das Einkaufsverhalten der Deutschen heute – Wer kauft was wo?

Aktuelle Umfragen und Studien haben mal wieder das Einkaufsverhalten der Deutschen unter die Lupe genommen. Wo wird am liebsten eingekauft? Wer kauft ein? Wie oft besucht der Verbraucher den Supermarkt seines Vertrauens? Und was bedeutet das für uns Werber? Wir haben uns die Ergebnisse und Zahlen mal angeschaut…

Laut einer Studie des Bundesverbraucherministerium gehen 57% der Veraucher mehrmals pro Woche einkaufen. 32 Prozent kaufen einmal pro Woche und nur 2 Prozent kaufen seltener ein. Der bevorzugte Ort für den Einkauf ist immer noch der klassische Supermarkt. 82 Prozent aller Befragen kaufen hier häufig ein und 17 Prozent immerhin noch ab und zu. Zum Vergleich: Im Bioladen kaufen 12 Prozent häufig, 40 Prozent hin und wieder und 48 Prozent nie Lebensmittel ein.

Zeitdruck bei jungen Verbrauchern nimmt zu

Tendenziell ist es übrigens so, dass die Einkaufshäufigkeit bei jungen Menschen immer mehr abnimmt. Der Zeitdruck in der heutigen Zeit nimmt für junge Erwachsene und insbesondere für junge Eltern immer mehr zu. Zumindest in der Wahrnehmung der Betroffenen. Was bedeutet das nun für das Einkaufsverhalten am POS?

Zum einen wird immer häufiger online eingekauft – auch Lebensmittel. Das geht schneller und funktioniert ja mittlerweile auch immer besser. Zum anderen wird bei weniger Einkäufen in der Zielgruppe vermutlich schlicht mehr eingekauft.

Haushaltsentscheider als wichtigste Zielgruppe

Bei der Ausrichtung entsprechender Werbeaktionen spielen übrigens die sog. Haushaltsentscheider eine überaus wichtige Rolle. Wer gleich für mehrere Personen einkauft, macht sich auch mehr Gedanken über die Produkte. Es muss allen schmecken, jeder muss genug bekommen und alle haben verschiedene Vorstellungen und Wünsche. Diese gilt es für alle zum Haushalt zählenden Personen zu erfüllen. Im Gegenzug wird der Haushaltsentscheider mit Wertschätzung belohnt.

Allerdings führen sinkende Geburtenraten, Überalterung und Karrierewünsche seit Jahren dazu, dass sich in Deutschland zunehmend Ein-Personen-Haushalte entwickeln. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes sind dies mittlerweile 16 von insgesamt rund 40 Millionen Haushalten. Tendenz steigend. Das Familienmodell „Papa arbeitet – Mama macht den Haushalt“ läuft aus. Was bedeutet das nun für die Werbe-Branche?

Mehr Haushaltsentscheider bedeuten auch mehr potenzielle Kunden. Und diese unterteilen sich wiederum in mehr Zielgruppen, die alle auf verschiedenen Wegen in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst werden. Auch ist beim Einkaufsverhalten zu berücksichtigen, dass kinderlose Paare und ältere Menschen öfter einkaufen gehen als Familien mit Kindern. Und darüber hinaus sollte man bei der Planung von Maßnahmen künftig auch beachten, dass Discounter mittlerweile zahlreiche eigene Marken in die Regale gebracht haben, die durchaus keine No-Name-Produkte mehr sind.

Viele Faktoren beeinflußen die Kaufentscheidung

Die Einflussfaktoren bei der Kaufentscheidung sind enorm komplex und vielfältig. Statistiken belegen, dass ca. 45% der Haushaltsentscheider, Empfehlungen von Freunden, Prospekte und Werbung am POS bei Ihrem Einkauf als entscheidende Kriterien nennen. Und die Marktforschung geht derzeit davon aus, dass sich die Faktoren bei der Kaufentscheidung am POS noch weiter vervielfältigen werden.

In Zukunft sollte man seine Werbemaßnahmen also an mehrere Entscheider verschiedenen Alters anpassen, mit unterschiedlichen Präferenzen, die  unterschiedliche Wege zur Information und Beratung nutzen. Na das kann ja heiter werden…

Quellen: GfK, Tagespresse